Nachbarn, ach ja !
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Wer kennt das nicht: die Nachbarkinder toben und der Fernseher der Nachbarin Schulze-Harmlos von nebenan ist viel zu laut. Vielleicht hat der „junge“ Nachbar Schmidl–Sorglos aus der dritten Etage wie jeden Freitagabend seine Freunde zu Besuch oder aber die neue Nachbarin Meyer-Sonnenschein stolziert mit Ihren Pumps auf Ihrem frisch verlegten Laminat herum. 
           

Auf verschiedene Art und Weise haben wir im täglichen Miteinander immer Berührungspunkte mit unseren Mitmenschen. Jeder lebt zwar in seiner eigenen Wohnung, mit seinen individuellen Lebensgewohnheiten und möchte dabei ungestört sein. Aber in einem Mehrfamilienhaus ist es immer ein Miteinander. Wir kennen die vertrauten Geräusche aus unserem Haus und können auch häufig tolerant mit diesen und deren Verursachern umgehen. Manchmal machen wir einfach einen Spaziergang und lassen den Krach zurück.

Doch dann schleicht sich urplötzlich ein Gefühl des Ärgernisses ein. Vielleicht sind es die Kinder von oben, die nun poltern, laut schreiend durch die Wohnung rennen und die Türen knallen. 
           

Oder aber es ist der ständig zunehmende Geräuschpegel von dem Schmidl-Sorglos und seinen Freunden.  Auch die Nachbarin Meyer-Sonnenschein könnte mal Rücksicht nehmen. Und warum macht Frau Schulze – Harmlos nicht endlich den Fernseher etwas leiser? Wir fühlen uns durch die Lebensgewohnheiten des „Anderen“ plötzlich gestört und in unserer Lebensqualität beeinträchtigt. Doch was kann jeder einzelne von uns tun, damit das Miteinander funktioniert?

Unser Tipp: Miteinander reden

Sprechen Sie Ihren Nachbarn oder Ihre Nachbarin an, denn das persönliche Gespräch ist wichtig und sollte immer der erste Schritt sein. Am besten, bevor der eigene Unmut größer wird. Schildern Sie ruhig, freundlich und sachlich Ihre Sichtweise und versuchen Sie Ihr Anliegen auf positive Weise zu klären. Sicherlich ist dem einen oder anderen gar nicht bewusst, dass seine Geräusche in der Nachbarschaft störend wahrgenommen werden.

Diplomatisch miteinander reden ist ein einfaches aber effektives Mittel um füreinander Verständnis zu entwickeln und gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Es hilft, besser mit Situationen umzugehen, wenn man eventuelle Hintergründe kennt. Denn vielleicht ist der Fernseher so laut eingestellt, weil die Ohren der Nachbarin nicht mehr ganz so gut funktionieren? Vielleicht kann ein Kopfhörer angeschafft werden und die Sache ist aus der Welt?
           

Nun kann wirklich nicht davon ausgegangen werden, dass alle unsere Mitglieder schlecht hören können. Mancher Lärm im Mehrfamilienhaus tritt leider auch aus mangelnder Rücksichtnahme auf.

Doch auch dann ist der erste Schritt das freundliche Gespräch mit dem Nachbarn.

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