Rechtliches
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Darf ich eine Wohnung untervermieten?
Ja, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt, ist dies möglich. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass dadurch Ihre Wohnung nicht überbelegt ist. In jedem Fall muss die Genossenschaft über das Untermietverhältnis (einen Untervermietungszuschlag nehmen wir nicht!) informiert werden. Den Antrag hierfür finden Sie in der Rubrik Service / Downloads Formulare. Eine vollständige Überlassung der Wohnung an Dritte ist nicht erlaubt. Besucher müssen selbstverständlich nicht bei uns angemeldet werden. Für Ihren Untermieter gelten Sie dann als der Vermieter. Dementsprechend müssen Sie ihm dann auch die Wohnungsgeberbestätigung zur Anmeldung beim Einwohnermeldeamt ausstellen.

Ist Tierhaltung erlaubt?
Ja, Sie dürfen in Ihrer Wohnung entweder einen Hund oder eine Katze halten. Sogenannte Kampfhunde, also Hunde die ihrer Rasse und Abstammung nach oder tatsächlich als gefährlich gelten, dürfen in unseren Wohnungen nicht gehalten werden.
Hunde und Katze dürfen innerhalb unserer Wohnanlage nicht frei laufen, sie sind also unbedingt an der Leine zu führen bzw. nur in den Wohnungen zu halten. Auch darf es durch die Haustiere zu keinen Gefährdungen oder Belästigungen der Hausgemeinschaft kommen. Bei Beschwerden aus der Nachbarschaft ist die Genossenschaft berechtigt, dem Tierhalter ergänzende Auflagen für die Tierhaltung zu machen oder die Genehmigung zur Tierhaltung zu widerrufen.

Ruhezeiten / Lärmbelästigung:  Was soll ich tun wenn mein Nachbar zu laut ist?
Im Sinne eines guten nachbarschaftlichen Miteinanders sollte zu allererst das Gespräch mit dem Nachbarn gesucht werden.
Sollte der Nachbar dann weiterhin die Ruhe stören, können Sie uns selbstverständlich eine Mitteilung (Lärmprotokoll) darüber zukommen lassen, damit wir den betreffenden Nachbarn an die Einhaltung der Ruhezeiten erinnern können.
In besonderen Fällen (z.B. bei lauten Partys bis spät in die Nacht) kann als letzte Konsequenz auch die Polizei um Hilfe gebeten werden. 

Was sind meine Mieterpflichten bei der Hausreinigung?
Das Treppenhaus ist die Visitenkarte des Hauses und deshalb legen wir auf die Reinigung auch großen Wert. Die Reinigung des Treppenhauses ist in unseren Häusern oft noch von den Mietern zu erledigen. Sie ist einmal wöchentlich im Wechsel mit den Nachbarn durchzuführen (Reinigungskalender), wenn kein Reinigungsunternehmen mit der Hausreinigung beauftragt wurde. Eine Reinigungswoche beginnt immer montags und endet sonntags. Das Treppenhaus sollte jederzeit einen ordentlichen und gepflegten Eindruck vermitteln, ganz gleich ob der jeweilige Mieter oder das Reinigungsunternehmen dafür verantwortlich ist. Für den jeweils verantwortlichen Mieter bedeutet das, dass die Treppe zur jeweiligen Etage und die Podeste zu fegen und zu wischen sind. Selbstverständlich sollte auch auf Fensterbänken, am Geländer und auf Absätzen Staub gewischt werden. Mindestens alle vier Monate sollten die Fenster geputzt werden.

Darf ich eine Parabolantenne installieren?
Da wir mit der Firma Martens einen kompetenten Partner in Sachen „Digitales Fernsehen“ gewinnen konnten, sind wir in der Lage, unseren Mietern ein vielfältiges Programmangebot in unterschiedlichen Sprachen anzubieten. Parabolantennen sind deshalb in unseren Wohnungen nicht erlaubt.

Wie darf ich meinen Balkon nutzen? Darf ich grillen?
Schon wegen der erhöhten Brandgefahr ist das Grillen mit Holzkohle auf dem Balkon nicht erlaubt. Wenn ein Elektro- oder Gasgrill verwendet wird, sollte man darauf achten, dass es zu keiner starken Rauchentwicklung kommt, damit die Nachbarn nicht gestört werden.
Gerade bei der Benutzung von Balkonen ist immer besondere Rücksichtnahme gefragt, denn schnell könnten sich Nachbarn durch zu laute Gespräche gestört fühlen. Wir empfehlen, Gespräche auf dem Balkon stets in einer gedämpften Lautstärke zu führen und die Ruhezeiten in jedem Falle zu beachten und einzuhalten.

Wo wasche und trockne ich meine Wäsche?
Unsere Wohnungen verfügen in der Regel über einen Waschmaschinenanschluss. In vielen Wohnanlagen stehen unseren Mietern Waschhäuser mit Waschmaschinen und Trocknern zur Verfügung (Waschplan). In vielen unserer Häuser stehen den Mietern außerdem auch Trockenräume zur Verfügung. Beim Waschen und Trocknen der Wäsche innerhalb der Wohnungen ist unbedingt auf eine ausreichende Belüftung der Wohnung zu achten, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Hier reicht eine Kippstellung des Fensters in keinem Falle aus.
Selbstverständlich kann Wäsche auch auf dem Balkon oder Terrasse getrocknet werden. Hier ist darauf zu achten, dass der Wäscheständer nicht über die Balkonbrüstung hinausragt bzw. dass der Wäscheplatz nicht sichtbar ist. Das Spannen einer Wäscheleine in Sichthöhe ist nicht erlaubt.

Was ist zu beachten, wenn ich als Mitglied und Mieter einer Wohnung bei der Genossenschaft beschließe, zu heiraten oder den Wunsch habe, mit einem Lebenspartner zusammenzuziehen?
Die Genossenschaft ist über den Zuzug des Partners in Kenntnis zu setzen. Bitte teilen Sie uns den Namen und das Geburtsdatum in Form einer Kopie des Personalausweises mit. Bei Eheschließung, also bei der Änderung Ihres Familienstandes, gelten für die Dividende oder für das Sparen bei uns – ebenso wie bei allen Kreditinstituten - andere Sparer-Pauschbeträge. Es sollte also der Freistellungsauftrag einmal geprüft und ggfs. angepasst werden, damit wir für Sie keine Steuern an das Finanzamt abführen müssen.

Was ist, wenn mein Name sich ändert?
Für die notwendige Änderung des Namens im Genossenschaftsregister sind wir nur befugt, wenn ein entsprechendes amtliches Dokument hierüber vorgelegen hat. Das kann eine Kopie der Heiratsurkunde oder der Namensänderung beim Standesamt sein. Bitte reichen Sie ein entsprechendes Dokument ein.

Was passiert wenn ich versterbe? Muss mein Partner dann aus der Wohnung ausziehen?
Dieser Fall ist im Bürgerlichen Gesetzbuch klar geregelt (zum Nachlesen: § 563 BGB). Ihr Ehe- oder Lebenspartner, der mit Ihnen gemeinsam die Wohnung nutzt, hat das Recht, nach Ihrem Tod in das Nutzungsverhältnis mit der Genossenschaft einzutreten. Der Gesetzgeber behandelt hier Lebenspartner und Ehepartner gleich. Diese gesetzliche Regelung gilt übrigens auch für Angehörige, die mit dem Verstorbenen einen gemeinsamen Haushalt geführt haben. Wenn allerdings ein wichtiger Grund für die Ablehnung des Eintritts in das Mietverhältnis besteht, kann die Genossenschaft das Vertragsverhältnis kündigen. 

Muss mein Partner/Angehöriger dann statt meiner bei der Genossenschaft Mitglied werden?
Ja, denn die Nutzung einer Wohnung ist lt. unserer Satzung an die Mitgliedschaft bei der Genossenschaft gebunden. Die Mitgliedschaft wird auf den hinterbliebenen Partner oder Angehörigen nach Vorlage notwendiger Unterlagen (Erbnachweis o.ä.) übertragen.

Was passiert mit meinem Geschäftsguthaben? Kann man die Anteile auch vererben?
Ja. Hier hat es sich bewährt, wenn man beizeiten Vorsorge trifft und einen wohlgeordneten Nachlass und klare Verfügungen hinterlässt.
Der eigene Tod ist kein Thema, mit dem man sich gerne befasst. Nur – irgendwann trifft es uns alle und manchmal geschieht es plötzlich und überraschend. Trifft man rechtzeitig seine Verfügungen, macht man es sich und den Hinterbliebenen leichter und erhält den Familienfrieden.

Wie verhält es sich, wenn keine Vorsorge getroffen wird?
Dann gilt die gesetzliche Erbfolge. Erben mehreren Personen (z.B. Ehefrau und Kinder) gibt es eine Erbengemeinschaft. In solchen Fällen kann es für die Hinterbliebenen schwierig werden, den Nachlass abzuwickeln. Denn nicht immer sind alle Erben schnell zu ermitteln und oft ist es schwierig, eine Einigkeit herzustellen. Bei einer Erbengemeinschaft kann über das Vermögen auch nur gemeinschaftlich verfügt werden.

Wie kann ich meine Genossenschafts-Anteile vererben?
Seit vielen Jahren hat es sich sehr bewährt, unseren „Schenkungsvertrag“ zu nutzen. Dies ist eine kurze schriftliche Erklärung, worin Sie als Mitglied Ihr Geschäftsguthaben für den Fall des Todes schenkungsweise auf eine andere Person übertragen. Das sollte – wenn man eine Wohnung der Genossenschaft nutzt – in erster Linie derjenige sein, der mit Ihnen zusammen wohnt. Diese Person soll die Mitgliedschaft schließlich fortsetzen und die Wohnung weiter nutzen.
Wenn Sie allein wohnen oder keine Wohnung der Genossenschaft nutzen, steht es Ihnen völlig frei, wen Sie als Begünstigten in den Schenkungsvertrag eintragen.
Das Formular für die Schenkung und die Ausfüllhinweise erhalten Sie bei uns in der Geschäftsstelle oder als Download.

Bekommt die in der Schenkung begünstigte Person auch automatisch meine Wohnung?
Nein. Das ist nur der Fall, wenn diese Person sowieso bereits mit Ihnen in einer Wohngemeinschaft gelebt hat (s. oben). Eine Wohnung der Genossenschaft können Sie nicht vererben. Bei der Schenkung geht es in erster Linie um Ihre Genossenschaftsanteile.

Wird die in der Schenkung begünstigte Person automatisch Mitglied der Genossenschaft?
Nein. Es ist aber möglich, wenn dies gewünscht wird. Wir prüfen dann, ob die Bedingungen für eine Mitgliedschaft bei uns gegeben sind. Über die Aufnahme als Mitglied entscheidet der Vorstand.
Wird eine Übertragung der Mitgliedschaft nicht extra gewünscht, wird das Geschäftsguthaben nach Fälligkeit an den Begünstigten ausgezahlt.

Kann ich mir mit der Meldung eines Todesfalls Zeit nehmen? Muss ich abwarten, bis evtl. eine Sterbeurkunde oder ein Erbschein vorliegt?
Nein. Im eigenen Interesse ist uns der Tod eines Mitglieds möglichst umgehend mitzuteilen. Ein Telefonanruf in unserer Rechtsabteilung genügt fürs Erste. Insbesondere sollte man keine Zeit verstreichen lassen, wenn das verstorbene Mitglied bei uns eine Wohnung genutzt hat. Fehlende Unterlagen wie Sterbeurkunde und Erbnachweis können später nachgereicht werden.

Ganz wichtig: Eine Übertragung der Mitgliedschaft auf eine andere Person kann nur im Todesjahr des Mitgliedes stattfinden! Nach dem 31.12. ist dies nicht mehr möglich. So steht es in der Satzung. Ausnahmen werden hier nicht gemacht.

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