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07.04.2014 14:28 Alter: 4 Jahr(e)

Gesetzliche Änderung für unsere Mitglieder und Sparer

Kategorie: Allgemein


Wir müssen ab 2015 von Dividenden und Sparzinsen auch Kirchensteuer abziehen. Wenn Sie uns einen Freistellungsauftrag erteilt haben oder eine NV-Bescheinigung vorliegt, gilt das natürlich nur für Beträge oberhalb der freigestellten Grenze. Dabei gibt es drei Fallgruppen; zu einer werden Sie gehören.

 

1.)   Sie sind nicht Mitglied einer Kirche und zahlen auch heute schon keine Kirchensteuer.

 

Machen Sie nichts, es wird nichts zusätzlich abgezogen.

 

2.)   Sie sind  Mitglied einer Kirche und zahlen auch heute schon Kirchensteuer.

 

Machen Sie nichts. Wir ziehen die Kirchensteuer ab und leiten diese weiter.

 

3.)   Sie sind  Mitglied einer Kirche und zahlen auch heute schon Kirchensteuer. Sie wollen aber nicht, dass wir die Kirchensteuer abziehen. Jetzt müssen Sie sich mit folgendem Sachverhalt befassen:

 

Ab dem 01.01.2015 ändert sich das Verfahren für den Kirchensteuerabzug: Dann sind wir bei Dividendenzahlungen und/oder Zinszahlungen auf Spareinlagen gesetzlich verpflichtet, bei einer bestehenden Kirchensteuerpflicht zusätzlich zum Kapitalertragsteuerabzug auch den Kirchensteuerabzug vorzunehmen. Die zur Vornahme des Kirchensteuerabzugs notwendigen Daten werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zur Verfügung gestellt. Einmal im Jahr (immer im Zeitraum vom 01.09. bis 31.10.) sind wir gesetzlich verpflichtet, die Daten unserer Mitglieder bzw. Sparer beim BZSt abzurufen und diese im Folgejahr bei einem eventuellen Kirchensteuerabzug zu berücksichtigen. Sie konnten der Herausgabe Ihrer Daten durch das BZSt widersprechen. Hierfür mussten Sie gegenüber dem BZSt einen sog. Sperrvermerk erteilen. Der Kirchensteuerabzug durch uns unterbleibt dann. Ein einmal erteilter Sperrvermerk bleibt bis auf Ihren schriftlichen Widerruf bestehen. Für die Erteilung des Sperrvermerks war ein vorgegebenes Formular zu verwenden, das im Internet unter. www.formulare-bfinv.de/Formularcenter/Suchbegriff "Kirchensteuer" oder "Sperrvermerk") zu finden war.

 

Wollten Sie einen Sperrvermerk erteilen, musste dieser bis zum 30.06.2014 direkt beim BZSt (also bitte nicht bei uns) eingehen!  Haben Sie einen Sperrvermerk erteilt, sind Sie allerdings verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, um zur Kirchensteuer veranlagt werden zu können.


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