Erste Erwähnungen findet Hamm 1256 mit dem Kauf der sogenannten „alten Bürgerweide“ durch den Hamburger Rat. Hinzu kam die Landherrenschaft „Hamm“ für damals 650 Mark zusammen mit dem Wald „Hamme“ und dem Dorf Hamm. Seit dem 17. Jahrhundert begann sich der dörfliche Charakter Hamms mit seinen zahlreichen Bauernhöfen zu ändern. Wohlhabende Hamburger Bürger kauften Land um sich Sommerresidenzen anzulegen. 1847 erhielt Hamm den Status eines Vorortes, 1894 schließlich den eines Stadtteils.
Hamm war vor dem Zweiten Weltkrieg mit etwa 90.000 Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Hamburgs, wurde aber durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Ein Bunkermuseum im Garten der Wichernkirche erinnert noch heute an die Schrecken des Krieges. Seit Anfang der 50er-Jahre bauten dann vor allem Wohnungsbaugenossenschaften insbesondere das zerstörte Hamm-Nord wieder auf, während Hamm-Süd überwiegend gewerblich genutzt wird, so durch eine der größten Kaffeeröstereien Europas, der Tchibo GmbH. Stadtweit bekannt auch das größte Hamburger Tierhein „Süderstraße“.
Zu einem markanten Bürger- und Familientreffpunkt hat sich der um 1900 entstandene Hammer Park entwickelt. Er wird im Sommer für viele Freizeitaktivitäten genutzt, wozu auch ein großer Spielplatz, eine Rodelbahn, ein Kinder-Planschbecken, ein Blumen- sowie Kräutergarten und ein Minigolfplatz dienen. Hinter der Hammer Kirche befindet sich ein historischer Friedhof, u.a. mit dem Grab von Johann Hinrich Wichern, dem Gründer des „Rauhen Hauses“.
In der Caspar-Voght-Straße hat John Neumeier das Ballettzentrum Hamburg untergebracht. Für eine wirtschaftliche Belebung des Stadtteils sorgt ein kürzlich mit einer historisch nachgebildeten Fassade gestaltetes grosses Büro- und Gewerbehaus, das Störtebeker-Haus.
(Wasser-)Sportliche Aktivitäten, vor allem rudern oder mit dem Kanu und Kajak werden auf der Bille entwickelt. Ein kleiner Hafen, neben der Braunen Brücke, ist die Heimstatt für zahlreiche Motor- und auch Hausboote.
In Hamm-Süd, Ecke Rückersweg/Braune Brücke, liegt das Aschbergbad, ein schön im Grünen und doch zentral gelegenes Freibad mit einer Außenwasserrutsche (110 Meter). In Hamm-Nord, Sievekingdamm 7, findet man den ältesten Turn- und Sportverein der Welt, die Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT16).
Hinter der historischen Backsteinfassade der Hansaburg (1913-15 als ehemals Papierfabrik erbaut) befindet sich eine Weiterbildungseinrichtung,
Hamm ist, neben zahlreichen Busverbindungen, auch an das S-Bahn und das U-Bahn Netz angebunden. Über die B5 an die Autobahn.






